Verfasst von: willanders | 30. September 2010

Fiesta in Guiuan (1)

Es ist wieder soweit. Wie jedes Jahr gibt es Fiesta bei uns in Guiuan. Das ist die wichtigste Zeit des Jahres für einen Filipino, noch wichtiger als Weihnachten und Ostern. Die Hauptsache dabei ist, sich den Magen vollzuschlagen bei Verwandten, Freunden und Nachbarn. Aber es gibt auch kulturelles Begleitprogramm. Hier in Guiuan zeigen derzeit jeden Abend Schüler und Studenten ihr Talent. Ich bin als Zuschauer hin und weg über so viel Lebensfreude und Talent der Kids hier.

Hier das erste Filmchen von Montagabend.

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Verfasst von: willanders | 25. Mai 2010

On the road again

Nachdem mein Schlüsselbein wieder ganz ist und bevor es wieder… ach, lieber nicht! Also seit ein paar Tagen sind wir in gewohnter Weise unterwegs. Heute morgen waren wir – mit unserem neuen Familienmitglied Aiko – schwimmen. Dabei habe ich für ein paar Minuten sogar mein T-Shirt ausgezogen, um ein wenig Vitamin D zu produzieren, nach acht Wochen Hausarrest und weissgewordener Haut. Es war gegen neun, also war die Sonne noch erträglich. Ab zehn wird es sehr sonnig und sehr heiss hier. Der Frühling ist bis jetzt viel heisser und trockener als im Vorjahr.

Verfasst von: willanders | 7. April 2010

Als die Sonne nach Burak kam

Angestossen durch diesen Artikel auf achgut.de fiel mir eine Geschichte ein – die Kurzversion dieses Beitrags steht dort als Leserbrief.

Bis vor drei Jahren hatten die Dörfer entlang der Küste in Eastern Samar keinen Stromanschluss. Die Leute dort standen seit Menschengedenken mit der Sonne auf, gingen mit der Sonne schlafen. Tag für Tag, jahrein, jahraus. Geschichten von kleinen Kugeln, die in der Dunkelheit leuchten, oder von weissen Kästen, in deren Innern so kalt war, dass man darin den Fischfang einen oder gar zwei Tage frisch halten konnte; oder Beschreibungen von Kisten aus denen bewegte Bilder und Stimmen kamen, oder gar Musik zu hören war – solche Geschichten brachten die Leute mit zurück, wenn sie in die nächste Großstadt, nach Guiuan reisten. Das kam aber nicht so oft vor. Der Weg dorthin über Stock und Stein mitten durch den Dschungel war selbst in der Trockenzeit des Jahres beschwerlich, und die Wegelagerer brachten die Reisenden ein ums andere Mal um ihr gesamtes Hab und Gut.

Die Nachricht von dem Land ohne Strom hat sich bis nach Australien herumgesprochen. Dieser Not musste ein Ende bereitet werden. Also kam eines sonnigen Tages eine australische Ökotruppe nach Burak, San Roque und nach Matarinao und wollte den armen Filipinos was Gutes tun. Die Wohltäter aus der weiten Welt stellten riesige Solarpanele auf die haushohen Wassertanks und auf andere Gebäude drauf. Sie brachten allerlei modernes, exotisches Zeug wie elektrische Wasserpumpen und Lampen mit. Sie schlossen die Lampen an und diese leuchteten! Wie durch Zauberhand floss aus den neuen Pumpen Wasser, ohne dass man einen Hebel rauf und runter mühsam bewegen musste, Alles klappte auf Knopfdruck. Die Fremden machten hübsche Fotos für die heimische Webseite oder für die Lokalzeitung – und verschwanden.

Als erste Grossinvestition in der Dorfgeschichte wurde eine gewaltige Karaokeanlage angeschafft. Jetzt machte das Tubatrinken auch noch lange in die Nacht hinein Spass. Dann und wann gab es Verletzte, wenn nicht auf Anhieb klar war, wer nun als nächster  I did it my way oder It’s my life den bereits schlafenden Nachbarn und Verwandten mitteilen durfte. Häufig hatte die Sonne ihren Zenit bereits überschritten als die letzten aus ihren Nippahütten krochen. Im Grossen und Ganzen aber waren sich alle einig, dass der elektrische Strom was gutes ist. Zumal er nichts kostet.

In ihrem Glücksgefühl, der Dritten Welt soviel Gutes getan zu haben, vergassen die Wohltäter allerdings, den Einheimischen die Wartung der Anlagen zu erklären. Und so kam es wie es kommen musste: Die Anlagen gaben bei der extrem feuchten und salzhaltigen Meeresluft, bei den heissen Temperaturen und den Taifunen nach kurzer Zeit den Geist auf. Die nun nutzlosen elektrischen Wasserpumpen wurden von den Leuten verhökert, und sie kehrten zurück zu ihren alten zuverlässigen Handpumpen. Sie standen wieder mit der Sonne auf und gingen schlafen wenn sie schlafen ging. Die gute alte  Zeit war zurückgekehrt.

Nur die hässlich in den azurblauen Himmel ragenden, und ohne die Aussicht jemals wieder repariert zu werden, nutzlosen Solarpanele erinnern an die Helden aus dem Westen, die den armen Wilden ein Stück moderne Zivilisation mit- und beigebracht haben.

Vor drei Jahren legte die Esamelco eine reguläre Stromleitung bis nach Matarinao. Das ist aber eine andere Geschichte.

Verfasst von: willanders | 4. April 2010

Mein Klavikel ist nicht mehr s-förmig

…sondern ähnelt zwei – zugleich horizontal wie vertikal gespiegelten – Buchstaben C, man kann es auch einfacher ausdrücken: Mein linkes Schlüsselbein ist durch, gebrochen letzten Samstag beim Sturz vom Motorrad am Ende einer etwas ausgiebigen off road Erkundung der wilden Gegend um Guiuan. Risa war nicht da, ich dachte die Gelegenheit ist günstig für eine etwas gewagtere Tour durch den hügeligen Dschungel, wovon Risa mich immer abhält. Ausserdem wollte ich den nächsten Abschnitt der von mir geplanten Marathonstrecke quer über die Calicoan Island laufend testen.

Naja, am Ende meiner Lauf- und Biketour ist es halt passiert als ich mit den mit Lehm beschmierten Reifen wieder auf die Landstrasse zurückkam. Beim sehr langsamen Wenden in einer leicht geneigten Kurve glitt mir die Maschine aus den Händen, ich flog hinterher und beim Aufprall hörte ich ein lautes Knacken – nach meinem dreifachen Rippenbruch im November ein vertrautes Geräusch für einen Asphaltcowboy wie mich – und kannte die Diagnose  schneller als Dr. Brinkmann und sein Sohn in der Schwarzwaldklinik es vermocht hätten.

Im Nu versammelte sich das gesamte Dorf um mich, auch der Barangay Captain von Baras kam auf seiner Honda TRX 155 vorbei, jemand rief ein Trycicle, das mich dann die sechs Kilometer zu Freunden nach Guiuan und uns dann gemeinsam ins Krankenhaus brachte. Weil Risa in Tacloban war, habe ich mich entschlossen, über Nacht im Hospital zu bleiben. Die hübsch lächelnden Schwestern haben mir auf Anweisung der jungen und sehr freundlichen Ärztin ein Schmerzmittel verabreicht, einen fixierbaren Schulterverband und eine Armschlinge aus der nahen Apotheke holen lassen, zwei Mahlzeiten auf den Nachtisch gestellt – und als Risa mich dann am Sonntag mittag besuchte, kriegte sie eine Rechnung über 100 Euro in die Hand gedrückt. Die denken sich, wenn sie schon mal einen wehrlosen Ausländer am Haken haben, dann können sie ihn richtig melken und damit das Krankenhaus gesundsanieren.

Wie dem auch sei. Am nächsten Morgen quälte ich mich zur Röntgenpraxis – die Ausrüstung hat der Inhaber noch von der abziehenden US-Armee günstig geschossen – und bin mit den beiden Aufnahmen zur Privatpraxis des Hospitaldoktors von gestern. Zum Glück lebe ich in einer Kleinstadt und alle Einrichtungen liegen dicht beieinander. Der Nachteil: Es gibt nicht allzu viele davon. Glatter Durchbruch des linken Klavikels. Ich müsste operiert werden. Das geht aber nicht in Guiuan. Dazu müsste ich nach Tacloban, drei Stunden im engsten Kleinbus, gelenkt von offensichtlich eifrigen Schülern der japanischen Kamikaze-Piloten, umgeschult auf Kleinbusfahrer, die mangels feindlicher Schiffe und eigener Flugzeuge ihre Angriffsflüge mit vollgefüllten Kleinbussen voller argloser Passagiere auf den holprigsten Strassen östlich und westlich von Las Piedras simulieren.

Wenn schon die gewöhnlichen Fahrgäste am Ende der Tour die Fahrgastzelle mit einer dezenten Leichenblässe verlassen, wie sollte ich mit einem sehr schmerzlichen Knochenbruch da jemals lebend ankommen! Der Lohn meiner Angst wäre also warten bis der Bruch einigermassen zusammengewachsen ist, hinfahren, unter Vollnarkose den Knochen wieder aufbrechen  und anschliessend zusammenflicken lassen, wochenlang im Krankenhaus bleiben, die Wunde den tropischen Bakterien und Viren aussetzen, die nur darauf warten, in einen ungeübten westlichen Körper hineinzuschlüpfen, um darin praktisch ungestört ihr Unwesen zu treiben und zum Schluss – falls ich das Bisherige überlebt habe – das Kamikaze-Himmelfahrtskommado zurück nach Guiuan durchleiden. Nein! Und nochmals nein!!

Zum Glück gibt es hier auf den Philippinen die Manghi Hilot. Von Risa gefunden kam am nächsten Morgen eine winzige ältere Dame vorbei, streichelte den Bruch zehn Minuten, rieb die Stelle mit einem sehr gut riechenden Kräuteröl ein und schwupps! war der Knochen wieder wie vor dem Bruch. Schon genial, wie sie das machen.  Dazu musste ich noch nicht einmal aus dem Bett steigen. Und gekostet hat mich das 1,60 Euro – in Worten: ein Euro sechzig. Am selben Tag kamen auch noch Risas Verwandte vom Land, die etwa 15 grosse Blätter aus dem Dschungel mitbrachten. Auf den Bruch gelegt sollen sie die Heilung begünstigen. Alleine der köstliche Geruch  reicht, dass ich darauf achte, sie ständig auf der Brust zu haben.

Und jetzt liege ich im Bett und lasse mich pflegen von der weltbesten Ehefrau und Krankenschwester Risa. Böse Zungen behaupten, ich würde mir die Knochen nur so oft brechen, um in diesen Genuss zu kommen. Stimmt aber nicht, weil ich während ich mit gebrochenen Gliedern so im Bett liege, die übrigen Vorzüge von Risa allenfalls mit Schmerzen geniessen kann.

Verfasst von: willanders | 12. März 2010

Ronas Taufe

Nachdem Josephs 25jährige Frau Reya – siehe hier , übrigens einen Tag nach unserem Besuch in Sinarayan – mit dem Reiskochen für sich und ihre vier Kinder in ihrer dirty kitchen draussen hinter ihrer Nippahütte fertig war und die Kinder gerade beim Essen waren, kam Rona zur Welt, ihr fünftes Kind.

Weil der Schwiegervater gerade des Weges kam, rief Reya ihn herbei, und er schnitt ihr die Nabelschnur mit dem Küchenmesser durch. Kurz darauf stand Reya auf, mit der einen Hand räumte sie den Tisch ab, während sie im anderen Arm Rona hielt und ihr die Brust gab. Am Abend, als Joseph aus dem Dschungel kam, gab er wie es sich gehört eine Runde für die Nachbarn aus.

Als Paten für das Baby wurden der Onkel aus Deutschland und Tante Risa schnell auserkoren – die liessen sich nicht zweimal bitten und sagten noch schneller freudig zu. Und so machten wir uns am Mittwoch, wegen der Hitze kurz nach dem Sonnenaufgang, auf den Weg nach San Roque. Raus aus Guiuan richtung Norden, an Bagtongs einziger Kreuzung nach rechts abbiegen, kurz über einen kleinen Pass drüber und rein in den Dschungel. Nach etwa 1,5 Stunden Fahrt, vorbei an der schönen und malerisch gelegenen Kirche von Asgad:

stellte ich unser Motorrad vor ihrer Nippahütte ab, und wir drei machten zum ersten Mal Bekanntschaft miteinander:

Der Zeitpunkt für die Taufe stand allerdings noch nicht fest. Als Konkurrenten sassen da sechs heiratswillige Paare in der Barangay Hall und warteten auf den Mayor aus Salcedo, der versprach diese jungen Leute am selbigen Mittwoch gratis zu ehelichen. Es ist Wahlkampf auf den Philippinen und alle die wiedergewählt werden wollen, machen den Wählern Geschenke. Üblich sind T-shirts mit dem Namen des Kandidaten drauf, aber manchmal verzichtet der bereits amtierende Politiker eben auf die Gebühr für die Heirat und hofft so auf die Stimmen dieser Frischvermählten und ihrer Verwandten. Weil sich die Ankunft des Mayors verzögerte, entschied der Priester, Ronas Taufe vorzuziehen. Und so liefen wir die Zweihundert Meter zur Kirche:

Die Taufzeremonie war schlicht und würdevoll:

Und alle waren glücklich:

Nach der Taufe sind Risa und ich noch kurz nach Burak gefahren. Dort hat einer der Wahlkämpfer gerade Lesebrillen – für jeden eine, gegen Unterschrift nach Erhalt – unters Volk verteilt:

Hier haben wir bei Verwandten und Freunden kurz vorbeigeschaut und hallo gesagt. Damit wir noch vor Sonnenuntergang raus aus dem Dschungel sind, starteten wir am frühen Nachmittag unsere Rückkehr. Auf dem Rückweg haben wir noch kurz bei Ronas Taufgesellschaft angehalten – die war inzwischen ausgiebig am Feiern. Weil wir auf die feuchte Fröhlichkeit verzichtet hatten, sind wir noch rechtzeitig vor Anbruch der Dunkelheit zurück in Guiuan angekommen.

Und hier noch ein paar bewegte Bilder vom Tage:

Verfasst von: willanders | 5. März 2010

… und noch eins

Verfasst von: willanders | 4. März 2010

Pinoys haben viele Talente

… eines davon ist das Showtalent. Hier der 16jähriger Jovit Baldevino, ein Junge aus den ärmsten Verhältnissen – von seinen fünf Geschwistern bringt nur ein Bruder Geld nach Hause (die anderen sind wohl noch klein), die Mutter hat keinen Job, der Vater ist Tbc-krank, Jovit selbst hilft aus bei einem kleinen Strassengrill. Sein grosser Traum ist, die Schule zu beenden und, wie er mehrmals betont, seine Familie aus der Armut herauszuholen. Jovit wird hier auf den Philippinen gerade zum Superstar, sein Auftrittsvideo aus Pilipinas got talent auf youtube wurde in zwei Wochen eine Million Mal angesehen, er ist täglich in den Medien zu sehen. Was die Filipinos dabei mindestens genauso beeindruckt – neben Jovits Superstimme – ist die Aufopferung für seine arme  Familie. Das wird von allen ständig hervorgehoben.

In Deutschland stellen sich Spitzenpolitiker stattdessen zu irgendwelchen türko-arabischen Gangsta-Rappern ans Mikrofon und grinsen dämlich, und solche Typen wie Bushido werden zu Superstars. Auch sowas sagt eine Menge über uns selber aus, über unsere Werte, Vorbilder, Wünsche… Ich schon wieder! Schweife wieder ab…

Zurück zu Jovit. Wegen der weitverbreiteten Unterernährung ist er kleinwüchsig wie die meisten hier – aber singen kann er, der kleine Mann mit der Riesenstimme, oder? Ich habe bei der Show Pilipinas got talent, also DSDS auf philippinisch, vor wenigen Tagen so richtig Gänsehaut gekriegt. Und so hört sich das an, wenn jemand um sein Leben singt, und um das der seiner Eltern und Geschwister – und das alles (noch) vor den Toren der grossen Businessfabriken:

Und hier der unvergessene und unvergleichliche Steve Perry von „Journey“ mit dem gleichen Lied:

Verfasst von: willanders | 3. März 2010

Matarinao zum zweiten

Nachdem Youtube Videos mit Musik sperrt bin ich zu viddler gewechselt. Zu diesem Film gehört dieser Beitrag von vor wenigen Tagen.

Verfasst von: willanders | 3. März 2010

Warten auf Tsunami

Das Erdbeben in Chile löste eine Tsunami aus, die 24 Stunden später die Pazifikküste überall in Asien erreichen sollte. Das Qualitätsmedium Der Spiegel sprach noch von „fünf Meter hohen Monsterwellen, vor denen ganz Asien zittert“ als das offizielle Pacific Tsunami Warning Center schon längst die Tsunami-Warnung abgeblasen hatte. Nichtsdestotrotz sind wir ans Meer, an unsere Lieblingsecke auf der Calicoan Island rausgefahren, es war Sonntag nachmittag, also eh Freizeit… und man weiss ja nie… Und da kann man auch die Kamera ja laufen lassen, schaden kann’s ja nicht… Was wir allerdings vorfanden, waren die gewöhnlichen Gezeitenwellen… gewöhnlich? nee, gewöhnlich sind sie nie. Es ist jedesmal ein Erlebnis für uns da rauszufahren – Tsunami hin oder her. Schon für diese Wellen hat es sich gelohnt, da zu sein.

Verfasst von: willanders | 21. Februar 2010

Naval Beach, Calicoan Island

Auf der Calicoan Island habe ich eine Lieblingsecke, diese liegt ein wenig abseits, man muss ein Stück durch den Wald, einen kleinen Hügel rauf und…:

Ich habe hier noch nie jemand getroffen – abgesehen von Freunden, die ich selber dorthin mitnehme. Von da oben sehe ich bis zum Horizont den großen Ozean, end- und zeitlos, nichts anderes als den azurblauen Ozean. Direkt unter mir donnern die Gezeitenwellen gegen den Felsen, so dass oft meterhohe Gischtwolken aufsteigen, die aussehen wie aufgeschäumte Milch. Wenn das Wasser zwischen zwei Wellenkämmen für einen kurzen Augenblick zurückgeht, dann entblösst es direkt unterhalb der Stelle an der ich bin einen mächtigen Felsvorsprung, der sonst stets unter Wasser liegt. In dem Augenblick ist mir klar, dass dort – keine 10 Meter von mir entfernt – seit dem Anbeginn der Zeit, seit Millionen von Jahren, noch nie ein Mensch gestanden hat. Er würde den Wassermassen keinen Augenblick standhalten können und würde sofort an dem schroffen Felsen zerschellen, zur Freude der da draussen lebenden Haie. Dabei ist diese Stelle fast zum Greifen nah… ein komisches Gefühl…

Eine Viertelstunde da oben, einfach nur da sein, nichts tun, nur da sein – und ich fühle mich zutiefst erholt… nein: zutiefst in Frieden mit mir und der Welt.

Apropos: Friede + Welt. Hier unten rechts an dem weiten Strand sind am Ende vom 2. Weltkrieg die amerikanischen Truppen gelandet. Und in diesem kurzen Zeitabschnitt von wenigen Monaten – dann war der Krieg vorbei – haben sie hier erstaunliches geleistet: Neben der Start- und Landebahn in Guiuan haben sie in der Gegen rund um Guiuan ein dichtes Netz von Strassen und Wegen gebaut, die heute noch nutzbar sind, was bei der wuchernden Vegetation, die sich in kurzer Zeit alles zurückholt, sehr erstaunt. Vielleicht empfinden die Filipinos – deren Strassen oft nach wenigen Monaten mehr Löcher als Asphaltdecke vorweisen – dafür dieselbe Dankbarkeit wie ich und haben deshalb dort eine kleine Gedächtnisstelle errichtet:

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